Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, und mit ihm rückt die besinnliche Weihnachtszeit näher – eine Zeit der Ruhe und der Einkehr, die uns dazu einlädt, zurückzublicken und uns auf das kommende Jahr vorzubereiten. Und natürlich kommen dann in diesen ruhigen Momenten Fragen auf: Wie wird sich alles weiterentwickeln? Welche Veränderungen und Möglichkeiten bringt das neue Jahr?  Was erwartet mich?

Und da sind wir schon mitten in unserem Thema, über das wir heute mit Maia Luna sprechen möchten. Maia Luna ist Kartenlegerin und mediale Lebensberaterin – sie unterstützt Menschen dabei, neue Perspektiven im Leben zu finden. Aber auch mögliche Blockaden, die einen daran hindern, sich zu verwirklichen, erkennt sie und hilft dabei, sie aufzulösen.

Aber es ist nicht so sehr das „Was“, sondern vielmehr das „Wie“, das uns bei Maia Luna beeindruckt. Lernt sie doch hier gleich selbst kennen.

Hallo Maia Luna! Schön, dass du dir Zeit nimmst, uns Einblicke in deine Arbeit als Kartenlegerin und Medium zu geben. Und lass uns gleich mit einer großen Frage beginnen, die wahrscheinlich gerade jetzt viele von uns bewegt: Was bedeutet es eigentlich, die Zukunft vorherzusehen? Wie erklärst du das jemandem, der vielleicht skeptisch ist?

Danke für eure Einladung! Es ist immer wieder schön, hier zu sein. Und tatsächlich sind die Zukunft oder zukünftige Entwicklungen ein großes Thema. Aber es ist weniger mystisch, als es vielleicht klingt. Für mich bedeutet es, Tendenzen und Entwicklungen zu erkennen, die uns dabei helfen können, bewusster mit unserem Leben umzugehen. Die Karten und meine mediale Intuition zeigen mir verschiedene Wege oder Möglichkeiten auf, die sich aufgrund der aktuellen Situation abzeichnen. Und das lässt sich dann in die Zukunft weiterführen. Aber es ist nichts „Festgeschriebenes“ – vielmehr sehe ich es wie eine Landkarte, die uns Orientierung gibt.

Das klingt, als ließe sich unsere Zukunft viel flexibler gestalten, als viele denken. Wie festgelegt ist sie deiner Meinung nach? Gibt es Dinge, die wirklich unausweichlich sind, oder kann man Entwicklungen beeinflussen?

Das ist ein guter Punkt! Ich denke, dass bestimmte Themen oder Begegnungen im Leben eine besondere Bedeutung haben und uns tatsächlich wie Wegweiser erscheinen. Aber unser freier Wille bleibt immer erhalten. Wir haben oft Einfluss darauf, wie sich Ereignisse entfalten, indem wir bewusst handeln. Diese Landkarte, von der ich zuvor sprach, zeigt also mehr Möglichkeiten als feststehende Ergebnisse – und gibt uns damit auch die Freiheit, das Beste aus jeder Situation zu machen.

Aber würdest du sagen, dass es bestimmte Ereignisse oder Begegnungen gibt, die unausweichlich sind? Oder ist es möglich, die Richtung durch unsere Entscheidungen zu verändern? Wie genau siehst du den Zusammenhang zwischen dem, was uns vorherbestimmt ist, und unserem freien Willen?

Ich glaube tatsächlich, dass es im Leben gewisse Schlüsselmomente gibt, die eine besondere Bedeutung für unsere Entwicklung haben. Diese sind oft Teil unseres persönlichen Wachstumswegs und kommen manchmal unvermeidlich auf uns zu. Sie wirken wie Lektionen oder Chancen, die uns unterstützen, zu dem Menschen zu werden, der wir sein sollen.

Aber das bedeutet nicht, dass alles vorherbestimmt ist. Denn wie ich schon zuvor sagte, spielt unser freier Wille eine große Rolle. Denn es liegt ganz bei uns, wie wir auf diese Wegweiser reagieren und welche Entscheidungen wir im Laufe der Zeit treffen. Damit haben wir immer die Wahl, in welche Richtung es gehen soll. Dabei unterstützen die Karten und meine mediale Gabe. Denn sie lassen mich Situationen auf sehr tiefen Ebenen erfassen, die auch externe Möglichkeiten einbeziehen. Damit lässt sich klarer erkennen, welche Optionen wir haben, und ermutigen uns, das Beste aus jeder Situation zu machen. So gestalten wir aktiv unsere Zukunft und bringen bewusste Veränderungen in unser Leben – was immer wieder spannend ist!

Kannst du etwas näher darauf eingehen, wie das Kartenlegen und deine mediale Begabung Einblicke in die Zukunft ermöglichen? Was passiert dabei genau?

Beim Kartenlegen wirken mehrere Ebenen zusammen: Die Karten tragen Symbole, die uns wichtige Hinweise geben. Diese Bilder aktivieren meine Intuition, die mir oft tieferliegende Schichten oder Energien eines Themas zeigt. Dabei verbinde ich mich mit dem energetischen Feld des Menschen und „sehe“ sehr klar, was ihm gerade wichtig ist oder was ihn erwartet. Die Symbole, meine Intuition und die Verbindung mit der energetischen Information des Menschen geben dann ein ganzheitliches Bild.

Das klingt nach einer sehr persönlichen und tiefgehenden Erfahrung. Und wahrscheinlich gibt es nur wenige, die nicht neugierig sind und ihre Zukunft kennenlernen möchten. Und da ist uns etwas aufgefallen, denn natürlich kannst du uns in einer persönlichen Sitzung die zukünftigen Entwicklungen erklären. Aber was genau hat es mit deiner Jahreslegung auf sich? Und was unterscheidet sie von einer „normalen“ Kartenlegung?

Die Jahreslegung ist tatsächlich besonders, denn sie gibt einen umfassenden Überblick über das kommende Jahr. Im Gegensatz zu einer „normalen“ Kartenlegung, die sich oft auf ein aktuelles Anliegen oder eine bestimmte Frage konzentriert, zeigt die Jahreslegung die Hauptthemen und Energien, die uns Monat für Monat begleiten werden. Und die werden in einer schriftlichen Jahreslegung angesprochen und detailliert beschrieben.

So entsteht eine Art „Fahrplan“, der wichtige Phasen, Chancen oder auch Herausforderungen im Jahr sichtbar macht. Mit der Jahreslegung haben wir also eine langfristige Orientierung an der Hand. Sie gibt uns Hinweise, wann der beste Zeitpunkt ist, um aktiv zu werden, oder wann wir vielleicht mehr Ruhe und Besinnung brauchen. Die Jahreslegung zeigt uns auch, welche Themen während des Jahres auf uns zukommen können.

Warum könnte es für jemanden nützlich sein, so eine Jahreslegung zu machen? Was bringt sie tatsächlich?

Viele meiner Klienten schätzen diese Art von Legung, weil sie ihnen hilft, das Jahr bewusster zu planen und sich auf bestimmte Monate oder Phasen einzustellen. Eine Jahreslegung ist also nicht nur ein Blick in die Zukunft, sondern auch eine Inspiration, das kommende Jahr mit mehr Klarheit und Offenheit anzugehen. So können sie sich besser auf das einstellen, was kommt, und nutzen ihre Energie sinnvoller. Dadurch fühlt man sich gestärkt und geht auch bewusster mit Entscheidungen und Herausforderungen um. Oft lassen sich auch während des Jahres wichtige Themen erkennen, die sonst im Alltag vielleicht übersehen werden. Daher ist die schriftliche Jahreslegung eine wertvolle Unterstützung, um das kommende Jahr optimal zu nutzen.

Das ist die Theorie und ehrlich gesagt, fällt es uns schwer, uns das so vorzustellen. Kannst du uns vielleicht konkrete Beispiele geben, wo eine Jahreslegung jemandem wirklich geholfen hat?

Ja, das ist richtig. Aber ich verstehe auch, dass sich das Ganze in der Theorie sehr trocken anhört. Ich hatte zum Beispiel eine Klientin, die einen wichtigen Karriereschritt vor sich hatte. Aber sie war sich unsicher. Die Jahreslegung zeigte, dass sie sich im Frühjahr noch vorbereiten sollte, aber dass im Sommer die Gelegenheit kommen würde, den nächsten Schritt zu machen. Sie hat die Zeit genutzt und hat sich gezielt Weiterbildungen vorbereitet und war dann bereit, als das Angebot im Juli tatsächlich kam. Für sie war die Jahreslegung eine wertvolle Unterstützung, die sie auf ihren Erfolg eingestimmt hat.

Aber es gibt auch andere Situationen, wie die eines Klienten, der seit Jahren und einem tiefen Konflikt in der Familie litt und diese Situation belastete ihn sehr. In der Jahreslegung deutete sich an, dass der Spätsommer eine Gelegenheit zur Versöhnung bieten könnte – vorausgesetzt, dass er im Vorfeld auf die Familie zugehen und seine Gefühle offen äußern würde. Die Zeit war einfach reif im September für alle Beteiligten, diese Situation aufzulösen. Die Vorhersage bestärkte ihn darin, das Gespräch zu suchen, und er nutzte die Gelegenheit bei einem Familienfest im September, um die Situation anzusprechen. Die Familie konnte einige Themen klären, und heute ist das Verhältnis viel harmonischer. Ohne die Inspiration der Karten hätte Matthias diesen mutigen Schritt vielleicht nie gewagt.

Spannend! Und besonders interessant ist deine Aussage: „Wenn die Zeit reif ist …“. Denn manchmal machen wir Dinge, die für uns zwar richtig und schlüssig sind, aber einfach nur im falschen Moment. Das ist tatsächlich sehr nachvollziehbar. Aber gibt es auch Grenzen, was du über die Zukunft wissen kannst? Wie gehst du damit um, wenn du mal nicht alles klarsehen kannst?

Und das hat auch seinen Sinn. Nicht alles ist oder sollte im Voraus festgelegt sein. Manche Aspekte des Lebens dürfen eine gewisse Offenheit behalten, damit wir unseren Weg bewusst und selbstbestimmt gehen können. Oft bleiben Dinge auch deshalb verborgen, weil bestimmte Schritte noch nicht gegangen sind und erst andere Entwicklungen stattfinden müssen, bevor sich ein klares Bild zeigt. Es ist, als würde sich der Weg erst dann öffnen, wenn wir bereit sind, bestimmte Erfahrungen zu machen oder Entscheidungen zu treffen.

Für mich ist es besonders wichtig, in solchen Momenten ehrlich mit meinen Klienten zu sein. Wenn ich bei einer Legung eine Lücke spüre oder einen Bereich nicht klar sehen kann, sage ich das offen und versuche nicht, etwas zu „erzwingen“ oder zu interpretieren, was nicht eindeutig ist. Es ist meine Aufgabe, den Klienten dabei zu helfen, Orientierung zu finden – aber nicht alles vorherzubestimmen. Karten und Vorhersagen sind Hilfen und Hinweise, die uns zeigen, wo bestimmte Chancen oder Herausforderungen liegen.

Und was, wenn eine Jahreslegung mal auf Herausforderungen hinweist? Wie vermittelst du solche Informationen, ohne dass der Mensch dann verunsichert ist?

Das ist wirklich ein wichtiger Aspekt! Wenn ich sehe, dass ein Monat vielleicht herausfordernd wird, dann beschreibe und erkläre ich das immer behutsam und konstruktiv. Ich helfe dem Klienten zu verstehen, dass jede Herausforderung eine Möglichkeit zur Weiterentwicklung bietet, die für das eigene Leben wichtig ist. Denn sonst würden solche Momente gar nicht in einem Leben vorkommen. Und letztlich ist es auch mit ein Grund, warum wir dieses Leben leben und nicht ein anderes. Wir alle bekommen unsere Hausaufgaben, die wir machen müssen. Nur so können wir gestärkt aus diesen Zeiten herausgehen und werden einfach reifere und bessere Menschen. Es geht darum, die Situation als Chance zu sehen und sie nicht als negatives Ereignis wahrzunehmen.

Das klingt sehr bodenständig. Siehst du in deiner Arbeit auch psychologische oder wissenschaftliche Ansätze?

Absolut. Karten und mediale Arbeit greifen auch das Unterbewusste auf und helfen uns, Themen ans Licht zu bringen, die wir nicht bewusst wahrnehmen. Die Karten spiegeln oft tiefere Bedürfnisse oder Muster wider – ähnlich wie in der Psychologie. Ich sehe meine Intuition und Erfahrung als eine Art Wissen, das sich durch jahrelange Übung verfeinert hat. Es gibt definitiv eine Verbindung zur Psychologie, auch wenn sie auf einer anderen Ebene arbeitet.

Zum Schluss noch eine persönliche Frage: Gibt es Momente in deiner Arbeit, die dich besonders beeindruckt haben?

Ja, immer wieder. Einmal habe ich in einer Jahreslegung gesehen, dass eine Klientin im November auf ihre große Liebe treffen würde. Sie war sehr skeptisch, denn eigentlich hatte sie diesen Aspekt in ihrem Leben schon ad acta gelegt aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen. Aber tatsächlich lernte sie im November jemanden kennen. Das ist jetzt schon 9 Jahre her und bis heute sind die beiden ein glückliches Paar. Solche Momente berühren mich immer wieder und bestärken mich darin, dass es tiefere Weisheiten gibt, die wir rational nicht erklären können.

Zum Schluss noch: Was würdest du Menschen mit auf den Weg geben, die vielleicht neugierig auf das Kartenlegen sind, aber noch unsicher?

Ich glaube, dass es wichtig ist, zu verstehen, dass es kein festes Drehbuch für das Leben gibt. Weder bei einer persönlichen Sitzung noch bei einer Jahreslegung geht es darum, eine festgeschriebene Zukunft zu enthüllen. Es geht darum, neue Perspektiven zu gewinnen. Und es ist eine wunderbare Methode, um Klarheit über die eigenen Gedanken, Gefühle und Wünsche zu bekommen – und sich besser kennenzulernen. Oft ist das der erste Schritt zu neuen Erkenntnissen und inspirierenden Erfahrungen.

Deinem Abschlusssatz können wir tatsächlich nichts mehr hinzufügen. Wir danken dir für das tolle Gespräch und die spannenden Einblicke!

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