Wer kennt die Geschichte von Isaac Newton und dem Apfel nicht. Mit Sicherheit bringt jeder Lehrer die Anekdote im Physikunterricht, um seinen Schülern das physikalische Gesetz der Schwerkraft zu veranschaulichen. Während wir in unserem Leben alle möglichen Naturgesetze kennen, wissen viele gar nicht, dass es auch kosmische bzw. geistige Gesetze gibt, die uns mental sowie emotional beeinflussen und unser Leben bestimmen.
Hand aufs Herz: Kennst du die hermetischen Gesetze? Wenn nicht oder wenn du dir unsicher bist, dann möchte ich sie dir hier vorstellen. Denn es sind Gesetzmäßigkeiten, nach denen unser Kosmos funktioniert. Und wenn du diese Prinzipien verstehst, kannst du sie auch praktisch für dich nutzen. Damit eröffnen sich dir vollkommen neue Sicht- und Denkweisen, die dein Leben verändern und transformieren werden.
Also lass uns gemeinsam in die Welt der Hermetik einsteigen und die Geheimnisse des Lebens entschlüsseln.
Was steckt hinter den 7 hermetischen Prinzipien?
Wir gehen weit zurück in der Geschichte und schon im alten Ägypten vor über 3.000 Jahren vor Christus lebte ein Wissenschaftler, der sich mit Mathematik, Astronomie, Physik, Medizin und Alchemie beschäftigte. Dieser hieß Hermes Trismegistos und aus seinem Namen leitet sich heute noch die Bezeichnung der 7 universellen Prinzipien ab: die hermetischen Gesetze.
Dieser mythische Urheber stellte in seinen Schriften eine Sammlung dieser Prinzipien zusammen, die unser Leben maßgeblich beeinflussen. Diese altägyptische Weisheitslehre hat an Aktualität nicht verloren und sie basiert auf den folgenden Grundlagen:
- Alles, was ist, ist Energie.
- Alle Gesetze laufen gleichzeitig und parallel ab.
- Die universellen Prinzipien sind zeitlos und immer gültig.
Es handelt sich also um Gesetzmäßigkeiten, nach denen das gesamte Universum funktioniert. Und als Teil des Universums funktionieren diese Prinzipien auch für uns. Damit stehen uns universelle Kräfte zur Verfügung, die wir für unser eigenes Leben nutzen können.
Denn wenn wir bewusst im Einklang mit ihnen leben, müssen wir nicht mehr gegen etwas ankämpfen und unsere Lebensenergie verschwenden. Und damit halten wir ein sehr großes Geschenk in unseren Händen, das wir nun gemeinsam aus der Schachtel hervorholen.
Das sind die 7 Gesetze des Universums
Mit diesen 7 Prinzipien bekommen wir eine tiefe Einsicht und verstehen sowohl unser eigenes Handeln als auch Reaktionen aus unserer Umwelt und Lebenssituationen. Und wenn wir die Gesetze bewusst anwenden, lenken wir unser Leben in eine selbstbestimmte Richtung.
Hier sind also die 7 Gesetze des Universums.
1. Gesetz der Schöpfung … Alles ist Energie.
Der Ursprung von allem ist geistiger Natur und alles, was ist, ist reine Energie. Demnach sind es unsere Gedanken, die unsere Realität erschaffen. Und alles, was wir leben und erleben, ist das Resultat von unseren bisher manifestierten Gedanken. Damit ist unsere gelebte Realität ein Spiegel unseres Inneren.
Das lässt uns zum Schöpfer unseres Lebens werden, denn wir können die Verantwortung übernehmen, indem wir unsere Gedanken in die Richtung lenken, die wir im Außen erfahren möchten. Je intensiver unsere Gedanken sind, desto stärker verwirklicht sich unsere Geisteshaltung in dem, was wir erleben. Das kann sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht geschehen.
So können wir alles, wonach wir uns sehnen wie Liebe, Glück, Freiheit durch unsere gedankliche Einstellung in unseren Alltag rufen. Wenn wir also eine Veränderung in unserem Leben wünschen, dann müssen wir zuerst unser Inneres ändern – unsere Gedanken.
2. Gesetz der Resonanz … Wie oben, so unten.
Das Gesetz der Resonanz ist auch bekannt als das Gesetz der Anziehung. Und wir kennen den Spruch: „Gleiches zieht Gleiches an“. Das ist im Grunde genommen das Funktionsprinzip dieses Gesetzes. Sobald wir beginnen, unser Inneres neu auszurichten, und neue Erkenntnisse, Visionen und Gedanken haben, dann verändern wir damit auch das Äußere – also das, was wir erleben.
Dabei sind wir so eine Art Radiosender, der eine bestimmte Frequenz nach außen abgibt. Und damit werden Personen, Ereignisse, Situationen angezogen, die mit uns in Resonanz stehen. Somit ziehen wir Dinge, Umstände und Menschen in unser Leben, die mit uns im Einklang sind – sowohl positive als auch negative. Und auch hier können wir die Verantwortung übernehmen und uns als Schöpfer unserer gelebten Realität beweisen.
3. Gesetz der Schwingung … Alles ist permanent in Bewegung.
In unserem Sein existiert kein Stillstand uns selbst Dinge, die unbeweglich erscheinen, schwingen auf der kleinsten Ebene des Universums – auf der atomaren Ebene. Damit ist alles in uns und um uns herum in Schwingung und diese Schwingungen können ganz unterschiedlich sein.
Wenn wir bei uns Menschen bleiben, so haben insbesondere unsere Gefühle eine starke Wirkung und erzeugen intensive Frequenzen. So haben etwa Liebe, Dankbarkeit und Freude ein extrem hohes energetisches Niveau. Dahingegen zeichnen sich Hass, Angst und Neid durch besonders niedrige Schwingungen aus.
Und mit unseren Gedanken erschaffen wir unsere Gefühle. Dabei entscheiden wir uns in jedem Moment, ob das Glas halb voll oder halb leer ist. So haben wir es in der Hand, welche Schwingungen wir aussenden. Und wie das Außen darauf in Resonanz gehen kann. Dadurch stehen die ersten drei hermetischen Gesetze in einer sehr engen Verbindung.
4. Gesetz der Polarität … Wo Licht ist, ist auch Schatten.
Es gibt immer zwei Pole oder zwei Seiten ein und derselben Münze. Dabei sind vom selben Prinzip bzw. vom selben Ursprung die beiden Gegensätze gemeint, wie beispielsweise plus/minus, gut/böse, Liebe/Hass oder warm/kalt. Dieses Prinzip beschreibt die Dualität aller Dinge, jedoch ohne sie zu bewerten.
Wenn wir bei dem Beispiel der Münze bleiben, so sind die beiden Seiten gleich – keine ist schlechter oder besser als die andere. Daher sind auch Gegensätze nicht schlechter oder besser. Der Grundgedanke ist, dass alles im Doppelpack existiert in zwei gegenüberstehenden Extremen.
Ob wir einen Zustand als besser oder schlechter empfinden, das entspringt der Wertung unseres Bewusstseins. Es ist also so, wie wir es empfinden. Denn von Natur aus ist alles gleich. Interessant ist aber, dass für die bloße Existenz immer ein Gegenpol da sein muss: ohne Liebe kein Hass, ohne Wärme keine Kälte und ohne das Gute kein Böses.
5. Gesetz des Rhythmus … Ein Kreislauf der Gezeiten.
Wie die Gezeiten (Flut und Ebbe) bewegt sich auch unser Leben in einem Fluss mit unterschiedlichen Pegelständen. Dieses stetige Auf und Ab ist das Pendeln zwischen den beiden Polen, die wir zuvor in dem Gesetz der Polarität kennengelernt haben.
Ein kontinuierliches Entstehen und Vergehen prägt unser Leben. Und innerhalb dieses Kreislaufs lernen wir die Facetten und Details der Polaritäten kennen sowie deren abgeschwächte Nuancen. Wenn wir innerlich darauf eingestellt sind, dass auf gute Tage schlechte folgen und dann wieder umgekehrt, können wir mit diesen Wechseln besser umgehen.
Wir akzeptieren einfach, dass es bergab geht. Dabei grämen und hadern wir nicht. Denn wir wissen, dass nach dieser Zeit wieder etwas Neues beginnt und es bergauf geht. Diese Gewissheit macht es uns leichter, mit unseren Gedanken und Emotionen in nicht so guten Zeiten umzugehen.
6. Gesetz von Ursache & Wirkung … Nichts passiert ohne Grund.
Dieses Gesetz (auch Kausalitätsgesetz genannt) beschreibt, dass jede Aktion eine entsprechende Reaktion oder Wirkung hervorruft. Denn alles, was wir tun, wirkt auf andere. Und was andere tun, wirkt wiederum auf uns. Ganz nach dem Sprichwort. „Wie du in den Wald hineinrufst, so hallt es auch heraus.“
Damit haben jedes Gefühl, jeder Impuls und Gedanke sowie jedes Wort und jede Tat von uns eine Auswirkung. Damit streuen wir die Samen aus, die wir später ernten werden. Und wir sind dafür verantwortlich, welche Art von Samen wir säen.
Verbreiten wir Positives, dann wird unsere Außenwelt uns mit Positivem beschenken. Verteilen wir Negatives, so wird auch dies auf uns zurückfallen. Dieses spirituelle Konzept ist auch als Karma bekannt. Und damit sollten wir unseren Gefühlen, Gedanken, Worten und Taten einen besonderen Wert beimessen.
7. Gesetz des Geschlechts … Männliche und weibliche Eigenschaften im Einklang.
Hier geht es vor allem um männliche und weibliche Qualitäten bzw. archetypische Eigenschaften und nicht um ein biologisches Geschlecht oder Sexualität. Sehr gut verdeutlicht wird dieses Prinzip durch das Ying-Yang-Symbol, in dem beide Prinzipien, sowohl das männliche als auch das weibliche, im Einklang stehen.
Wie in dem Symbol dargestellt, sind männliche und weibliche Qualitäten perfekt und in Balance vereint. Wenn jedoch eine von beiden überhandnimmt und an Kraft gewinnt, dann gerät die Harmonie in ein Ungleichgewicht.
So werden den männlichen Eigenschaften etwa Handeln, Aktivität, Logik, Kontrolle und Stabilität zugeschrieben. Während Ruhe, Gefühle, Kreativität, Flexibilität und Empfangen den weiblichen Qualitäten entsprechen. Wichtig ist, zu verstehen, dass wir in uns beide Qualitäten in Harmonie benötigen, um unsere volle Kraft entfalten zu können.
Fazit: Die Verantwortung für unser Leben liegt bei uns
Die wichtigste Erkenntnis aus den kosmischen Prinzipien ist, dass wir für unser Leben sowie alle Lebenssituationen und -umstände selbst verantwortlich sind. Das gibt uns natürlich auch eine enorme Kraft und Macht, da wir somit auch unser Leben unter Anwendung der universellen Gesetze selbst gestalten können.
Denn wenn wir verstehen, was gelebte Realität ist und wie sie funktioniert, dann können wir sie auch verändern. Wenn das Leben also ein Spiel wäre, dann wären die 7 hermetischen Gesetze die Spielregeln. Und solange wir im Einklang mit diesen handeln, können wir unser vollständiges Potenzial ausschöpfen. Nachdem wir jetzt die (leider etwas trockene) Theorie kennengelernt haben, möchte ich in meinem nächsten Blogbeitrag auf die Praxis eingehen. Ich werde anhand von praktischen Beispielen und Tipps aufzeigen, wie wir tatsächlich unser eigenes Leben verändern können, wenn wir diese universellen Prinzipien anwenden.
