In meinem Blog habe ich viele Beiträge darüber veröffentlicht, dass wir unsere Realität selbst erschaffen. Sei es durch unsere Gedanken, Glaubenssätze, Prägungen, Energien … Dabei habe ich allerdings immer einen Fokus auf die praktische Seite gelegt, aber es gibt natürlich noch die andere – die theoretische.

Denn auch in der Wissenschaft lassen sich zahlreiche Belege dafür finden, dass jeder von uns der Schöpfer seines Lebens ist. Deswegen möchte ich dir heute die interessanten Beispiele aus der Physik zeigen, die uns ein ganz anderes Weltbild vermitteln, als wir es gewohnt sind. Und damit fällt es vielleicht leichter zu verstehen, warum wir die Kraft und Macht haben, unser Leben bewusst zu beeinflussen.  

Alles begann mit einem Buch von dem Physiker Amit Goswami

Meine persönliche Reise in die Welt der Quantenphysik habe ich Dr. Amit Goswami zu verdanken. Er ist ein indischer Physiker, der sich tatsächlich an die mystische Schnittstelle zwischen Spiritualität und Quantenphysik gewagt hat. Und es war seine Intuition, die ihn dazu verleitete. Denn er stellte sich die Frage, ob die Physik nicht mehr umfassen müsste als die objektive materielle Welt. Intuitiv spürte er, dass in all diesen trocknen, auf Zahlen, Daten und Fakten basierenden Theorien das menschliche Bewusstsein fehlte.

Und er behauptete sogar, „dass die Physik die Grundlage aller Wissenschaften sein müsse, einschließlich der Biologie und der Psychologie und einschließlich uns Menschen.“ Und es war genau dieser Glauben, der ihn zu einer revolutionären Idee führte: „Das Bewusstsein ist die Grundlage allen Seins und dass Materie als Möglichkeit für das Bewusstsein zur Auswahl existiert.“

Mit anderen Worten würde dies bedeuten, dass wir in einer Welt leben, in der uns die Realität unendliche Möglichkeiten zur Auswahl stellt, die alle nur darauf warten, von unserem Bewusstsein ausgewählt zu werden. Und genau das ist die Welt, die Amit Goswami uns mit seinen Erkenntnissen näherbringen möchte. Und jetzt kommt der Brückenschlag von der Physik zur Spiritualität.

Denn nach Goswami leben wir in einem Universum, das nicht durch Raum und Zeit begrenzt ist. So wie es uns durch zahlreiche spirituelle Lehren erklärt wird. Demnach existiert ein Quantenobjekt als Potenzialwelle in einem Bereich, der losgelöst ist von unserem Raum- und Zeitverständnis. Und dieser Aspekt wird in der traditionellen Physik oft umgangen, da er die existierenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten auf den Kopf stellen könnte.

Wie der kleine Prinz schon sagte: „Man sieht nur mit dem Herzen gut.“

Auch Dr. Goswami betont die Rolle des Herzens: Demnach sei unser rationaler Verstand hinderlich und unser Herz sei von Natur aus auf eine höhere Dimension eingestellt. Daher müssen wir nach Goswami unsere Realität im Herzen finden und unser Leben entsprechend danach ausrichten.

Also unseren Fokus weg von intellektuellen Aktivitäten nehmen und vielmehr einen integralen Ansatz leben, der auch unsere emotionale und spirituelle Intelligenz mit einbezieht. Denn Goswani führt weiter aus, dass unser rationales Denken und Sein ein Grund dafür sei, dass in unserer heutigen Welt Chaos herrscht. Das sei allein durch unsere rein materialistische Weltanschauung entstanden.

Was ist in dem Bereich ohne Zeit und Raum?

Ohne direkt in die Theorie einzutauchen, gibt es als Antwort auf diese Frage ein praktisches Beispiel, das sich mit den Arbeiten von Goswami deckt: Die Berichte von Menschen, die eine Nahtod-Erfahrung erlebten. So berichten diese Menschen, dass ihr ganzes Leben an ihnen „vorbeigezogen“ sei.

Diese Erfahrung ähnelt dem Herunterladen von Informationen aus einer Cloud, wie wir es heute aus unserem technischen Alltag kennen. Innerhalb dieser Erfahrung haben diese Menschen eine nicht-lokale Kommunikation erfahren, die außerhalb von Zeit und Raum stattfindet und die sich mit unserem materialistischen Weltbild nicht erklären lässt.

Die Quantenphysik entschlüsselt die Geheimnisse unseres Universums

Quantenphysik ist jedoch viel mehr, als ich zuvor beschrieben habe. Deswegen möchte ich jetzt ein wenig tiefer in dieses interessante Teilgebiet der Physik eintauchen und ich kann dir versprechen, dass es spannend wird. Aber gehen wir Schritt für Schritt vor und klären erst einmal, was man unter Quantenphysik überhaupt versteht.

Diese Wissenschaft beschäftigt sich mit den grundlegenden Bausteinen unserer Realität und erforscht die Verhaltensweisen der kleinsten Teilchen in unserem Universum. Und auf dieser Ebene lassen sich erstaunliche und oft überraschende Regeln feststellen, die unser klassisches Weltbild infrage stellen. Hier möchte ich dir einen kurzen Überblick zu einigen faszinierenden Phänomenen aus der Quantenphysik geben.

Wie unsere Beobachtung das Verhalten von Teilchen ändert

Beginnen wir mit dem grundsätzlichen Ablauf dieses Versuchs, das sich Doppelspaltexperiments mit Bewusstseinsbeteiligung nennt. Du schickst winzige Teilchen wie Elektronen durch eine Barriere mit zwei schmalen Schlitzen und beobachtest, wo sie auf einem Schirm dahinter auftreffen. Intuitiv würden wir erwarten, dass die Elektronen wie kleine Murmeln entweder durch den einen oder den anderen Schlitz gehen und zwei Trefferlinien auf dem Schirm erzeugen.

Doch bemerkenswerterweise passiert etwas viel Komplexeres: Es entsteht ein Interferenzmuster aus vielen Linien, das charakteristisch für Wellen ist – so als ob sich die Elektronen zeitgleich durch beide Schlitze bewegen und miteinander interagieren würden.

Jetzt wird es noch spannender. Sobald du einen Detektor anbringst, um herauszufinden, durch welchen Schlitz die Elektronen tatsächlich gehen, verschwindet das Interferenzmuster und die Elektronen verhalten sich wieder wie Teilchen, nicht wie Wellen. Die bloße Tat des Beobachtens scheint das Verhalten der Elektronen zu verändern. Dies deutet darauf hin, dass das Bewusstsein des Betrachters oder zumindest der Akt der Messung direkt in das Ergebnis eingreifen.

Wenn Teilchen entscheiden, wie sie tatsächlich sind

Dieses Phänomen nennt sich Superposition und bedeutet, dass ein winziges Teilchen (wie ein Elektron oder ein Photon) gleichzeitig in mehreren Zuständen existieren kann, bis es gemessen wird. Als Beispiel wäre dies mit einer Münze zu vergleichen, die gleichzeitig Kopf und Zahl zeigt, bis du sie tatsächlich ansiehst. Und dann siehst du entweder Kopf oder Zahl.

Um es noch greifbarer zu machen, stell dir ein Elektron vor, das sich in einer Superposition befindet. Das Elektron könnte an mehreren Orten gleichzeitig sein, bis du es misst. Erst durch die Messung „entscheidet“ die Natur, wo das Elektron tatsächlich ist. Vor der Messung bleibt es in diesem Schwebezustand vieler Möglichkeiten.

Die mathematischen Werkzeuge, die das beschreiben, sind Wellenfunktionen, die die Wahrscheinlichkeit anzeigen, wo ein Teilchen sich befinden könnte. Diese Wellenfunktionen enthalten alle möglichen Zustände gleichzeitig, und es ist die Messung, die die Wellenfunktion „kollabieren“ lässt und dem Teilchen einen definitiven Zustand zuweist.

Teilchen-Zwillinge reagieren unabhängig von Zeit und Raum

Eine weitere interessante Erscheinung nennt sich Quantenverschränkung. Sie tritt auf, wenn zwei oder mehr Teilchen in einen gemeinsamen Quantenzustand gebracht werden, sodass der Zustand des einen Teilchens unmittelbar den Zustand des anderen beeinflusst, selbst wenn sie Lichtjahre voneinander entfernt sind. Diese Teilchen sind wie Zwillinge, die unabhängig von Entfernung perfekt synchronisiert bleiben.

Lass uns das an einem Experiment verdeutlichen: Stelle dir vor, du erzeugst ein Paar verschränkter Photonen in einem Labor. Diese Photonen fliegen in entgegengesetzte Richtungen, und jedes gelangt zu einem Detektor an verschiedenen Enden der Stadt. Nach der Quantenmechanik bleiben die Photonen so lange in einem verschränkten Zustand, bis du eines von ihnen misst. In dem Augenblick, in dem du den Zustand des ersten Photons misst, wird auch der Zustand des zweiten Photons festgelegt – sofort und ohne Verzögerung, unabhängig von der Entfernung.

Einstein nannte dies „spukhafte Fernwirkung“ und Bell-Test-Experimente haben gezeigt, dass diese Korrelationen nicht durch klassische Physik erklärbar sind. Tatsächlich müssten Informationen schneller als Licht übertragen werden, um diese Synchronisation zu rechtfertigen.

Die verborgene Verbindung zwischen Teilchen

Das Phänomen, das sich globale Arbeitsraummodelle nennt, bietet in der Quantenphysik spannende Einsichten darauf, wie Information und Bewusstsein im Universum funktionieren. Stell dir den globalen Arbeitsraum als einen gigantischen zentralen Server vor, der alle möglichen Zustände und Informationen gleichzeitig verarbeitet, ähnlich wie ein Quantencomputer.

In der Quantenphysik bedeutet dies, dass jeder Punkt im Raum auf alle anderen Punkte zugreifen und Informationen blitzschnell austauschen kann, unabhängig von der Entfernung. Quantenverschränkung und Nicht-Lokalität sind Beispiele, die in solche Modelle eingebettet sind, wo Teilchen sofort synchronisiert bleiben, egal wie weit sie auseinander sind.

Diese Modelle brechen klassische Vorstellungen von isolierten Systemen auf und zeigen, dass das Universum auf tiefster Ebene ein integriertes Netzwerk ist. Dies könnte erklären, wie unser Bewusstsein möglicherweise auf einem quantenmechanischen Netzwerk basiert.

Quantensprünge in unserem Bewusstsein: Wie Physik unser Weltbild verändert

Natürlich gibt es noch viel mehr spannende Experimente und erstaunliche Erkenntnisse, die uns die Quantenphysik liefert. Aber schon an diesen Beispielen können wir sehen, dass die Quantenphysik an unserem Weltbild rütteln kann. Denn letztlich zeigt sie uns, dass auf tiefster Ebene alles im Universum miteinander verbunden ist. Und die Idee, dass Raum und Zeit keine festen Barrieren sind, sondern flexibel und dynamisch, lässt uns die Welt als ein großes Netz von Verbindungen betrachten.

Damit verändert die Quantenphysik unser Verständnis davon, wie unsere Gefühle, Gedanken, Worte und Taten unser Sein beeinflussen. Wobei im Zentrum die Idee steht, dass unser Bewusstsein aktiv an der Formung der Realität beteiligt ist. Das hat uns zum einen das Doppelspaltexperiment gezeigt, dass Teilchen wie Elektronen erst durch Beobachtung ihren definitiven Zustand annehmen. Dies deutet darauf hin, dass unsere Gedanken die physische Welt beeinflussen können.

Zum anderen führt die Quantenverschränkung weiter aus, dass alles im Universum tief miteinander verbunden ist. Wenn zwei Teilchen unabhängig von der Entfernung sofort miteinander kommunizieren können, dann könnte das bedeuten, dass auch unsere Gefühle und Gedanken nicht isoliert bleiben, sondern auf einer tieferen Ebenen Verbindungen und Auswirkungen haben.

Spirituell gesehen bedeutet das, dass unsere Worte und Taten nicht nur unmittelbare Auswirkungen haben, sondern auch das größere Netzwerk des Lebens beeinflussen. Positive Gedanken und konstruktive Handlungen können sich weit über ihren Ursprung hinaus auswirken und das Wohl des Ganzen fördern.

Durch die Perspektive der Quantenphysik erkennen wir, dass unser Sein im ständigen Austausch mit dem Universum steht. Unsere inneren Zustände – Emotionen, Gedanken und Absichten – sind mit dem äußeren realen Geschehen auf eine tiefere, vernetzte Weise verbunden. Diese Erkenntnis lädt uns ein, bewusster und verantwortungsbewusster zu leben, unsere positiven Energien zu nutzen und zu erkennen, dass wir Teil eines größeren, lebendigen Ganzen sind. In der Quantenphysik finden wir somit eine wissenschaftliche Basis für das spirituelle Konzept von Einheit und tiefer Verbundenheit.

Bildquellen der Reihenfolge nach:

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

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