Uns allen ist ziemlich klar, dass beispielsweise die Gezeiten – also Flut und Ebbe – direkt auf den Einfluss des Mondes zurückzuführen sind. Aber der Mond beeinflusst nicht nur die Weltmeere und Ozeane. Seine Kraft wirkt auch auf uns. Am stärksten bemerken wir das wahrscheinlich in diesen Vollmondnächten, in denen wir wieder einmal nicht richtig schlafen können. Oder auch an Vollmondtagen, an denen alle eine etwas kürzere Zündschnur um uns herum haben. Aber was hat es damit auf sich? Oder ist es letztlich nur ein Aberglaube? Dem und vielem mehr möchte ich in diesem Beitrag auf den Grund gehen.

Kann die Energie des Mondes auf uns wirken?

Der Mond ist rund 390.000 Kilometer von der Erde entfernt und dennoch wirken sich seine Kräfte auf die Meere und Ozeane aus, die rund 70 % der Erdoberfläche ausmachen. Kurioserweise besteht ein menschlicher Körper auch zu rund 70 % aus Wasser. Und aus diesem Grund vermuten seit Jahrhunderten Gelehrte und Wissenschaftler, dass hier der Grund liegen könne, warum uns die Kraft des Mondes erreicht – auch wenn wir es nicht immer direkt spüren.

Ein weiteres Mysterium ist, dass der Mond für die Umrundung der Erde etwa 29 Tage braucht. Und so lange dauert auch (unter normalen und natürlichen Umständen) der weibliche Zyklus. Mit Sicherheit lassen sich noch weitere Parallelen finden, aber diese Fakten dienen lediglich zur Veranschaulichung, dass die Wirkung des Mondes auf uns tatsächlich nicht nur auf Mythen und Aberglaube begründet sein kann.

Und tatsächlich haben wissenschaftliche Studien bestätigt, dass der Mond unseren Schlafrhythmus in Vollmondnächten beeinflusst. Auch wurde belegt, dass sich die weiblichen Menstruationszyklen den entsprechenden Mondphasen angleichen. Und für Wissenschaftler, die sich mit diesen Forschungen beschäftigen, ist es offensichtlich, dass die Energien des Mondes einen Einfluss auf uns haben – so wie die Energien der Sonne. Denn sie bestimmt unseren Tagesrhythmus und das ist hinlänglich wissenschaftlich belegt.

Diese spirituelle Bedeutung wird dem Mond zugeschrieben

Neben dieser nüchternen Betrachtung ist der Mond für die meisten von uns wesentlich mehr als nur ein weiterer Erdtrabant. Gemeinsam mit der Sonne bildet er ein System – eine natürliche Ordnung. Während die Sonne in vielen Kulturen für das Männliche steht, repräsentiert der Mond die weibliche Seite. Damit spiegeln Sonne und Mond mit ihren markanten Energien die Dualität unserer Existenz wider – das weibliche und das männliche Prinzip im Einklang.

In alten keltischen Überlieferungen werden die Mondzyklen sogar mit der Entwicklung des Lebenszyklus einer Frau verglichen und beschrieben: von dem jungen Mädchen zur Mutter bis hin zur weisen Frau. Somit verkörpert der Mond ur-weibliche Eigenschaften, die nicht aufdringlich sind, sondern vielmehr fortlaufend mitschwingen. Und wie sie schwingen, das beeinflussen die unterschiedlichen Mondphasen.

Wie du die einzelnen Mondphasen für dich nutzen kannst  

Wenn wir in klaren Nächten den Himmel betrachten, dann zeigt sich uns der Mond in all seinen Facetten. Mal strahlt er und erleuchtet die dunkle Nacht – mal ist er fast unsichtbar klein und gibt den Sternen ihren Raum. Wie sich der Mond uns am Nachthimmel zeigt, hängt von der Mondphase ab.

Eine Mondphase ist die Zeit zwischen zwei Neumonden. Mit dem Neumond, der nur kurze Zeit andauert, beginnt also der Mondzyklus. In den folgenden Wochen wächst der Mond an und wir sprechen von einem zunehmenden Mond. Dass die Mitte des Zyklus erreicht ist, wird mit dem Vollmond angezeigt. Darauf folgen die Wochen, in denen der Mond wieder abnimmt und das ist die Mondphase des abnehmenden Mondes. Bis schließlich erneut der Neumond am Himmel steht.

Jede Mondphase hat ihre eigene Energie oder Schwingung, die wir für uns nutzen können. Denn vieles wird einfacher, wenn wir im Einklang mit der Natur sind und uns nach ihr ausrichten. Und so ist es auch mit den einzelnen Mondzyklen, die ich dir hier vorstellen möchte.

Neumond – die Zeit für Erneuerung, Anfänge und Ziele

Der Neumond ist der ideale Zeitpunkt für Neuanfänge. Da die Neumondphase kurz ist, ist es wirklich als ein Zeitpunkt zu betrachten und die Energien des Mondes sind während dieser Zeit am schwächsten. Es ist der beste Moment während des Mondzyklus, um sich mit seinen Träumen, Wünschen und Zielen zu beschäftigen. Dabei solltest du dich von deiner inneren Stimme leiten lassen und auf dein Bauchgefühl vertrauen.

Das Neumondritual

Nimm dir Zeit und schaffe einen ruhigen Moment für dich, in dem du in dich gehen kannst. Wenn du möchtest, dann zünde dir eine energetisch gereinigte Kerze an oder Räucherstäbchen. Du kannst dich auch mit einer Meditation einstimmen. Halte aber etwas zum Aufschreiben bereit.

Denn sobald du fühlst, dass du dich mit den Neumondenergien verbunden hast, dann erstelle dir eine Liste mit deinen Wünschen, Träumen und Zielen für die nächsten 29 Tage. Bedenke dabei, dass sich auch große Ziele in Etappenzielen aufteilen lassen.

Stelle dir die Frage, was du erreichen möchtest, was du erleben möchtest, wie sich dein Alltag gestalten soll. Tauche tief in jede Frage ein. Visualisiere dein Ziel und deinen Wunsch, als ob er jetzt schon Realität wäre.

Zunehmender Mond – die Zeit für Wachstum, Manifestation und Kreativität

Mit jeder Nacht gewinnt der Mond an Energie und aus spiritueller Sicht ist dies eine Phase des Wachstums – aber auch der Möglichkeiten und des aktiven Handelns. Es ist also der ideale Zeitraum, in dem du beginnen kannst, an deinen Plänen zu arbeiten, um deine Ziele zu erreichen. Du bist jetzt mit Kreativität und Leidenschaft dabei. Deswegen eignet sich diese Zeit auch perfekt fürs Netzwerken und für das Knüpfen von neuen Kontakten.

Das Ritual für den zunehmenden Mond

Nutze die Zeit und die Kraft des zunehmenden Mondes und verstärke deine Wünsche, Träume und Ziele, die du dir während deines Neumondrituals aufgeschrieben hast. Wann immer du möchtest und einen ruhigen Moment findest, kannst du dich zurückziehen und sammeln. Du kannst auch meditieren.

Hole dir alle deine Visualisierungen aus dem Neumondritual ins Gedächtnis und erlebe sie erneut intensiv. Lass in dir dieses erfüllende und positive Gefühl wachsen, dass du alles erreichen kannst, und stelle dir alles so vor deinem inneren Auge vor, als ob du es schon längst erreicht hättest.

Natürlich kannst du dabei auch Tagebuch führen und alle kleinen sowie großen Fortschritte dort vermerken. Dieses Ritual kannst du während der Phase des zunehmenden Mondes so oft wiederholen, wie du magst.

Vollmond – die Zeit für Erkenntnis, Intuition und Emotionen

Der Höhepunkt des Zyklus ist erreicht und die Energien des Mondes sind nun am kräftigsten. Deine Emotionen und damit auch deine Intuition sind jetzt sehr stark. Dies kannst du nutzen, um über die letzte Zeit zu reflektieren. Denn zum Vollmond wirst du mit Sicherheit die richtigen Antworten vom Universum erhalten und auch für diese offen sein. Genieße diesen kurzen Zeitpunkt und werde dir deiner Erfolge bewusst und feiere sie – und vor allem dich selbst! 

Vollmondritual

In dem Moment, wenn der Mond rund in seiner vollen Kraft vom Nachthimmel strahlt, sind seine Energien am stärksten. Und die kannst du hervorragend für dein Vollmondritual nutzen. Wie bereits bei deinem Neumondritual kannst du eine Kerze oder Räucherstäbchen anzünden, sodass du dich entspannst.

Auch kannst du meditieren, um die kräftigen Schwingungen des Vollmondes in dir aufzunehmen. Dann öffne dich sowie deine Gefühle und deine Intuition, um die Antworten des Universums zu erhalten.

Frage nach, wie du deine Wünsche und Ziele erreichen kannst. Ob vielleicht noch Altes losgelassen werden muss. Auch das kannst du dir alles in dein Tagebuch notieren, denn mit diesen Erkenntnissen und für die weitere Umsetzung werden dir die Energien des abnehmenden Mondes helfen.

Abnehmender Mond – die Zeit zum Reinigen, Ruhen und Loslassen  

Mit abnehmendem Mond lassen auch die Energien langsam nach und du hast jetzt einen Zeitraum vor dir, der sich zum einen bestens dafür eignet, ein wenig Ruhe in dein Leben hineinzulassen. Aber es ist auch eine ideale Zeit zum Reinigen. Das können energetische Reinigungen sein oder du säuberst dich von Gedanken, die dich nicht weiterbringen. Auch kannst du deinen Haushalt wieder auf Vordermann bringen. Das Loslassen fällt jetzt besonders leicht.

Das Ritual für den abnehmenden Mond

Die Kraft des Mondes wird jetzt jeden Tag schwächer und es ist eine perfekte Zeit, um loszulassen. Deswegen kannst du diese Zeit nutzen und wann immer du Zeit und Muße hast, die Erkenntnisse aus deinem Vollmondritual umsetzen.

Suche dir dafür ruhige Momente und schaffe dir eine Umgebung und Atmosphäre, in der du dich wohlfühlst. Natürlich kannst du auch zur Einstimmung in die Energien meditieren. Stelle dir nun vor, wie du alles Alte von dir gehen lässt, was dich am Erreichen deiner Wünsche und Ziele hindert.

Visualisiere, wie es fortgeht und dich verlässt. Verabschiede es in Liebe und nicht mit schlechten Gedanken. Und falls es nicht direkt klappen sollte, dann lade es entschieden zum Gehen ein. Auch kannst du die Dinge, Gewohnheiten, Personen oder Verhaltensweisen, von denen du dich verabschieden möchtest auf ein Blatt Papier schreiben und es dann einfach verbrennst.

Bild von Peace,love,happiness auf Pixabay

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