In meinem letzten Beitrag habe ich erklärt, dass es nicht ausreicht, etwas von ganzem Herzen zu wollen. Denn erst, wenn wir von ganzem Herzen davon überzeugt sind, dass das, was wir wollen, richtig ist, dann können wir die gewünschten Veränderungen in unserem Leben herbeiführen.

Hierfür gibt uns das Universum genau die Möglichkeiten, die wir dafür benötigen: die 7 hermetischen Gesetze. Falls du die Beiträge noch nicht gelesen haben solltest, dann kannst du es jetzt gleich nachholen. In dem ersten Beitrag „Geheimnisse des Lebens – die 7 kosmischen Gesetze des Universums“ kläre ich darüber auf, was es mit diesen Gesetzen auf sich hat. Und in dem zweiten Beitrag „So wendest du die 7 hermetischen Gesetze im Alltag an“ wird es dann praktisch und ich beschreibe, wie wir diese Gesetze in unser tägliches Leben einbinden können.

Damit diese universellen Gesetze sich auch tatsächlich in unserem Leben entfalten können, müssen wir jedoch mit unserer ganzen Überzeugung daran glauben. Was sich zunächst einfach liest, kann sich als komplizierter herausstellen als zunächst erwartet. Denn unsere tiefsten inneren Überzeugungen und Glaubenssätze können uns daran hindern. In meinem letzten Beitrag „Die Macht unserer Glaubenssätze – wie innere Überzeugungen unser Leben beeinflussen„habe ich erklärt, wie sie uns beeinflussen können, ohne dass wir es bemerken.

Aber es gibt eine gute Nachricht! Denn wir können unsere alten Überzeugungen und unsere Glaubenssätze positiv verändern, sodass sie uns nicht mehr limitieren und behindern. Wie das genau funktioniert, erfährst du in diesem Beitrag.

Falsche Überzeugungen und negative Glaubenssätze über Bord werfen

Eine positive Veränderung der eigenen Glaubenssätze kann einen enormen Einfluss auf unser Leben haben. Dabei sind die negativen Überzeugungen tief in unserem Unterbewusstsein verwurzelt und sie nehmen dadurch fast unbemerkt einen großen Einfluss auf unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen. Doch es ist möglich, diese destruktiven Glaubenssätze durch bewusste Arbeit zu verändern. Im Folgenden findest du die einzelnen Schritte, wie du negative Überzeugungen in positive transformieren kannst.

#1 Schritt: Erkenne deine Überzeugungen und Glaubenssätze

Da wir uns unserer limitierenden Glaubenssätze normalerweise nicht bewusst sind, müssen wir sie zunächst identifizieren. Wir müssen herausfinden, welche Überzeugungen wir verinnerlicht haben, die uns daran hindern, unsere Ziele zu erreichen und uns unsere Wünsche zu erfüllen.

Hierfür gibt es verschiedene Ansätze, wie du selbst herausfinden kannst, ob negative Überzeugungen dich beeinflussen. Wenn du damit beginnst, wäre es mit Sicherheit hilfreich, wenn du dir ein Tagebuch anlegst. So kannst du deine Erkenntnisse aufschreiben. Und so kannst du herausfinden, welche Glaubenssätze dich in deinem Leben begleiten.

Analysiere deine Selbstgespräche und Gedanken

Wir sind im ständigen Dialog mit uns und da tauchen scheinbar aus dem Nichts Gedanken auf. Deswegen solltest du einmal genauer hinsehen bzw. hinhören, woher diese Gedanken kommen und wie diese Gedanken sind. Dafür können dich die folgenden Fragen bei deiner Analyse unterstützen:

Um welche Themen drehen sich deine Selbstgespräche immer wieder?

Welche hemmenden Stimmen mischen sich immer wieder in deine Selbstgespräche ein?

Wie genau lauten diese negativen Sätze, die sich in deine Gedanken von allein reindrängen?

Analysiere deine Gefühle

Auch deine Gefühle solltest du einmal unter die Lupe nehmen. Denn unsere Emotionen sind eng mit unserem Unterbewusstsein verknüpft und sie können dir auch Hinweise auf deine tief versteckten Glaubenssätze geben.

Hast du wiederholt ein schlechtes Gefühl, wenn du an etwas Bestimmtes denkst?

Welche Gedanken führen zu diesen Gefühlen?

Wenn du bestimmte Glaubenssätze liest, überkommen dich dann negative Emotionen?

Analysiere dein Verhalten

Viele Dinge tun wir einfach unbewusst. Und gerade diese sind es, die uns wichtige Hinweise auf tief verwurzelte Überzeugungen geben. Deswegen prüfe dein Verhalten einmal über einen gewissen Zeitraum.

Kannst du ein bestimmtes Verhalten nicht ändern, obwohl du es dir wirklich wünschst?

Welche Gedanken führen dich dazu, so zu handeln?

Wenn du dich über dieses Verhalten ärgerst, welche Gedanken kommen dir in den Kopf?

Analysiere deine Redewendungen

Viele unserer Glaubenssätze haben wir übernommen und sie stammen aus unserer Kindheit. Deswegen kannst du einmal genau hinsehen, ob du nicht vielleicht sogar in deinem täglichen Leben deine Glaubenssätze anderen mitteilst.

Wann nutzt du verallgemeinernde Aussage, die „immer“, „alle“, „nie“, „jeder/jede“, „müssen“, „nicht dürfen“ enthalten?

Welche Redewendungen und Sprüche kennst du noch von deinen Eltern und deinem Umfeld?

Welche Redewendungen verwendest du öfters?

Analysiere die verschiedenen Bereiche deines Lebens

Ein weiterer Ansatz, um unentdeckte Überzeugungen zu entlarven, ist, die Bereiche in deinem Leben näher zu analysieren, in denen du nicht weiterkommst. Dabei können dich diese Fragestellungen unterstützen.

In welchem Bereich deines Lebens kommst du einfach nicht weiter, so sehr du dich bemühst?

Welche Situationen wiederholen sich in diesem Bereich?

Was genau passiert, das dich immer wieder ausbremst und daran hindert, dein Ziel zu erreichen?

Nimm dir Zeit für diese Analysen und gehe systematisch vor. Beginne zunächst bei deinen Gedanken und gehe dann immer weiter dieser Liste nach vor. Notiere dir in jedem Analyseschritt alle negativen Glaubenssätze, die du für dich herausfinden kannst. Dann liest du sie im Anschluss für dich laut vor. Dabei solltest du darauf achten, welche Gefühle sie beim lauten Aussprechen bei dir auslösen. Vielleicht gibt es einen Glaubenssatz, der bei dir eine stärkere emotionale Reaktion hervorruft? Schreibe dir die Gefühle auf, die der jeweilige Glaubenssatz bei dir erzeugt.

Mit dieser Gegenkontrolle merkst du an deiner Reaktion, wie stark diese Überzeugung in dir verwurzelt ist und wie sehr sie dich in dem Alltag beeinflussen kann. Denn je mehr Emotionen mit ihr verbunden sind, desto größer kann ihre Wirkung im Alltag sein. Mit Sicherheit hast du nach diesem ersten Schritt bereits einige Glaubenssätze auf deinem Blatt Papier oder in deinem Tagebuch stehen. Nun kannst du dir den Glaubenssatz auswählen, den du als erstes angehen möchtest. Und dann geht es weiter mit dem zweiten Schritt.

#2 Schritt: Prüfe, ob dieser Glaubenssatz heute noch eine Daseinsberechtigung hat

Nachdem du dir nun eine Überzeugung herausgesucht hast, ist es sinnvoll, sie genauer zu betrachten. In diesem Schritt hinterfragst du, ob dieser Glaubenssatz überhaupt noch richtig ist. Mit deinem heutigen Wissen als erwachsender und gereifter Mensch stellst du ihn kritisch infrage.

Denn damit kommen wir schon zu einer wichtigen Erkenntnis, die dir bei der anschließenden Auflösung helfen wird. Auch hier wird es dir von Nutzen sein, wenn du dir die einzelnen Eingebungen und Einsichten sowie die rückblickenden Eindrücke aufschreibst.

Hierbei können dich die folgenden Fragestellungen unterstützen:

Warum hat dieser Glaubenssatz noch heute seine Daseinsberechtigung?

Warum ist dieser Glaubenssatz heute nicht mehr gültig?

Was genau fühlst du, wenn du den Glaubenssatz liest oder hörst?

Was möchtest du stattdessen fühlen?

Hierfür kannst du dir Listen machen, in denen du je die beiden zusammenhängenden Fragen wie Plus und Minus gegenüberstellst. Mit größter Wahrscheinlichkeit wirst du feststellen, dass dein Glaubenssatz heute und aus deiner Sicht als erwachsener Mensch nicht mehr wahr ist. Allein mit dieser Erkenntnis verliert er schon an Macht.

#3 Schritt 3: Wandele jetzt den Glaubenssatz um

Du weißt jetzt, dass eine limitierende Überzeugung dich an dem Erreichen deiner Wünsche und Ziele hindert. Du hast sie herausgefiltert und im letzten Schritt hast du Beweise dafür gesammelt, wie viel von dieser Überzeugung heute noch wahr ist. Nachdem du beschlossen hast, dass dieser Glaubenssatz jetzt und heute in deinem Leben keinen Platz mehr hat, geht es an die Änderung des negativen Glaubenssatzes in einen positiven. Du entwirfst dir als das positive Pendant zu der negativen Überzeugung, die überholt ist.

Bei diesem Schritt ist es sehr wichtig, dass du einen neuen Satz ausformulierst, der auch wirklich für dich passend ist. Deswegen möchte ich dir hier ein paar Beispiele an die Hand geben, wie du das angehen kannst. Und vielleicht fühlt es sich für dich besser an, wenn du erst mit einem Übergangssatz beginnst und diesen anschließend in einen positiven Glaubenssatz umformulierst. Hier findest du einige Beispiele.

Beispiel: „Ich bin nicht gut genug.“

Zunächst kannst du als Übergangssatz eine Formulierung nutzen wie „Ich bin gut und ich darf Fehler machen.“ , „Ich bin gut und stelle das immer mehr fest.“, „Ich bin gut, auch wenn ich nicht alles kann.“ etc. Als abschließenden positiven Glaubenssatz könntest du dann sagen: „Ich bin gut in allem, was ich tue.“

Beispiel: „Niemand mag mich.“

Als Übergangssatz kannst du eine Formulierung nutzen wie „Viele Menschen mögen mich.“, „Die Leute aus meinem Umfeld (Sportverein, Freundeskreis usw.) mögen mich.“ etc. Als abschließenden positiven Glaubenssatz könntest du dann sagen: „Menschen mögen mich.“

Beispiel: „Ich schaffe es nicht.“

Hier könntest du als Übergangssatz eine Formulierung nutzen wie „Ich bin wertvoll und kann es schaffen.“, „Ich schaffe meine kleinen Etappenziele, die ich mir stecke.“ etc. Als abschließenden positiven Glaubenssatz könntest du dann sagen: „Ich schaffe es.“

Der Übergangssatz ist nur da, damit du dich an die neue Denkweise gewöhnst. Deswegen ist er etwas abgeschwächt und er tastet sich langsam an den abschließenden positiven Glaubenssatz heran. Bei der Ausformulierung solltest du deine eigenen Worte nutzen. Dabei sollten sowohl der Übergangssatz als auch der positive Glaubenssatz positiv formuliert sein. Auch ist es wichtig, dass die Sätze in der Gegenwartsform sind –also beispielsweise „Ich bin …“ statt „Ich werde …“.

#4 Schritt 4: Achte auf deine Gefühle und arbeite mit ihnen

Damit du deinen neuen Glaubenssatz verinnerlichen kannst, spielen deine Gefühle eine große Rolle. Denn wie schon zuvor beschrieben, sind deine negativen Überzeugungen und Glaubenssätze mit Emotionen verbunden. Nur allein mit dem neuen und positiven Glaubenssatz können diese Emotionen sich nicht transformieren. Daher solltest du zusammen mit dem Übergangssatz auch deinen Gefühlen die Möglichkeit geben, sich verändern zu dürfen, sodass sie dich nicht ungewollt an alten Mustern festhalten.

Hierfür schreibst du dir am besten auf, wie dein Leben wäre, wenn es diesen hinderlichen und dich limitierenden Glaubenssatz gar nicht gäbe. Du malst dir dein ideales Leben aus, in dem es diese Grenzen nicht mehr gibt. Du schreibst diese perfekte Situation in 10 kurzen und zusammenfassenden Sätzen auf. Und danach tauchst du intensiv jeden Tag für 20 Minuten in deiner Vorstellung in jeweils einen dieser Sätze ein.

Wie ein intensiver Tagtraum stellst du dir mit all deinen Sinnen vor (hören, sehen, fühlen, riechen und schmecken), wie es ist, die in diesem Satz beschriebene Situation zu erleben. Genieße sie, fülle sie mit Glück und Freude an, habe Spaß dabei. Stelle es dir so vor, als wäre es genau jetzt schon real und würde gerade in diesem Moment passieren.

Mit dieser intensiven gedanklichen Beschäftigung verknüpft mit angenehmen Sinneswahrnehmungen und positiven Gefühlen erschaffst du eine Realität, die neue neuronale Verbindungen in deinem Gehirn wachsen lässt. Damit schenkst du deinen Gedanken und Gefühlen einen neuen Raum, den du selbst positiv gestaltest. Und so können sich alte Emotionen transformieren, die mit dem negativen Glaubenssatz in Verbindung standen.

Wenn es dir besser gefallen sollte, dann kannst du dir auch ein Visionboard erstellen. Dafür sammelst du dir einfach Bilder, Sprüche und Zitate, die deine eigenen Ziele, Wünsche und Träume visualisieren. Dieses richtest du dann wie zuvor beschrieben auf die positiven Veränderungen in deinem Leben aus, die sich durch das Auflösen des dich limitierenden Glaubenssatzes ergeben. Ebenso wie bei den kurzen Sätzen nimmst du dir dann jeden Tag 20 Minuten Zeit und lebst die Visionen mit all deinen Sinnen und positiven Gefühlen intensiv in deiner Fantasie, so als ob sie schon jetzt deine gelebte Realität wären.

#5 Schritt: Ändere Dein Verhalten und deine Gewohnheiten für neue Erfahrungen

Wie ich bereits ausführte, entstehen Glaubenssätze und Überzeugungen nicht von heute auf morgen. Einige von ihnen begleiten uns schon fast unser ganzes Leben. Deswegen ist es wichtig, dass wir ihnen mit Geduld, Verständnis und Ausdauer begegnen. Und der beste Beweis dafür, dass wir uns von einem alten und limitierenden Glaubenssatz befreien, ist, neue Erfahrungen zu sammeln.

Nämlich genau die Erfahrungen, die wir mit diesem Glaubenssatz nie hätten machen können. Und dafür müssen wir als letzten Schritt in die Handlung gehen. Da wir für uns unbekanntes Terrain betreten, mag es sich zunächst ungewohnt anfühlen, überhaupt so handeln zu können. Deswegen kannst du dich, nachdem du die ersten vier Schritte gemacht hast, jetzt auf die Praxis vorbereiten. Vielleicht unterstützen dich dabei die folgenden Gedanken:

Wie würde sich ein Mensch verhalten, der diesen neuen Glaubenssatz lebt?

Mit welchen kleinen Schritten kannst du immer mehr wie dieser Mensch werden?

Stelle es dir einfach bildlich vor und beginne in Gedanken deinen neuen Weg zu gehen – mit deinem neuen Glaubenssatz an deiner Seite. Dann gehe raus und beginne die kleinen Schritte in der Praxis umzusetzen. Die neuen Erfahrungen, die du sammeln wirst, werden dich bestärken. Und du wirst mutig deinen Weg gehen können – frei uns selbstbestimmt.

Falls du jedoch merken solltest, dass du an der einen oder anderen Stelle Unterstützung benötigen solltest, dann kannst du dir diese suchen. Denn es gibt heute viele Angebote und Möglichkeiten, die dir wirkungsvoll helfen können. Gern kannst du auch mich kontaktieren, wenn du mit mir deine Fragen klären möchtest oder wenn du deine unsichtbaren Fesseln gemeinsam mit mir ablegen möchtest. Kontaktiere mich einfach.

Deine Maia Luna  

Bildquelle: Bild von Joe auf Pixabay

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