Wie versprochen folgt nun der 2. Teil und ich stelle dir jetzt die nächsten 5 spannenden Einsichten vor, die sich als Gewohnheiten in dein neues Jahr einschleichen und es zu einem deiner erfülltesten machen können. Im 1. Teil haben wir bereits diese folgenden Einsichten und Gewohnheiten kennengelernt:

#1 Die Meinung anderer loslassen – sei einfach du selbst

#2 Den Gedanken an Perfektion loslassen – liebe und schätze dich

#3 Das Gefühl der Machtlosigkeit loslassen – du schaffst alles, was du dir vornimmst

#4 Ängste loslassen – das Universum ist auf deiner Seite

Falls du den 1. Teil verpasst haben solltest, dann kannst du ihn dir hier ansehen. Und wir legen jetzt direkt los mit den spirituellen Einsichten und Gewohnheiten, die dein Jahr verändern werden.

#5 Das Bedürfnis nach Sicherheit loslassen – begrüße die Veränderung in deinem Leben

Wir haben uns unser Leben eingerichtet, sind in unserer Komfortzone bequem unterwegs und alles hat seinen täglich geregelten Ablauf. Wie liest sich das? Denn schnell könnte jetzt der Gedanke aufkommen, dass es eine Beschreibung für einen sogenannten goldenen Käfig wäre. Vielleicht ist es ja auch einer.

Denn materieller Besitz, tägliche wiederkehrende Routinen und Bekanntes vermitteln uns genau die Sicherheit, die unser Verstand braucht. Er ist es übrigens auch, der gern an etwas festhält. Sei es eine Beziehung, die uns nicht guttut, ein Job, der uns nicht gefällt, oder … Für alles findet der Verstand gute Argumente, dass eigentlich alles besser so bleiben sollte, wie es ist.

Denn unser Verstand kann nicht begreifen, dass das Leben ein natürlicher Fluss ist. Dass Dinge, Menschen, Umstände kommen und gehen. Und dass wir sie gehen lassen müssen, damit Neues in unser Leben kommen kann. Erst wenn der Verstand ausgeblendet wird, dann kommt das wahre Leben ins Spiel und wir erkennen, was wir uns von Herzen wünschen und wonach sich unsere Seele sehnt.

Während es für unseren Verstand um das nackte Überleben geht, das er bestmöglich sichern will, schenkt er uns genau die rationalen Gedanken dafür. Und uns erscheint das Leben schwer. Jedoch lädt die spielerische Offenheit unseres Herzens und unserer Seele uns dazu ein, die Dinge fließen und uns von den glücklichen Zufällen des Lebens beschenken zu lassen.

To do:

Entscheide dich ganz bewusst dafür, dass du deinem Verstand ein gesundes Maß an Daseinsberechtigung schenkst. Und immer, wenn er dir wieder erklärt, dass du deine Wohnung behalten musst, weil … oder du deinen Job behalten musst, weil … Dann sage für dich selbst STOPP und öffne dein Herz. Horche in dich hinein und fühle, was sich für dich tatsächlich richtig anfühlt. Lasse zu, dass in diesen Momenten dein Bauchgefühl und deine Intuition erwachen. Höre auf diese leisen Botschaften, die dir dein tiefstes Innerstes zuflüstern möchte. Das kannst du jedes Mal machen, wenn dich wieder deine eigenen rationalen Gedanken nerven.

Und wenn dein Verstand dir immer wieder erklärt, dass es um eine richtig wichtige Entscheidung geht. Dann nimm dir Zeit – Zeit für dich. Gehe in die Natur, meditiere, tanze und öffne dich ganz bewusst für die Botschaft, die dir dein Herz und deine Seele mitteilen möchte. Mache es dir zu deiner Gewohnheit, dass du nicht nur rational an deine Entscheidungsfindung herangehst, sondern dass du zu einem gleichen Teil dein innerstes Sein an der Entscheidung teilhaben lässt.

#6 Vergleiche mit anderen loslassen – du bist einzigartig und sollst es erkennen

Wir haben es seit Kindesbeinen so gelernt: Stets und ständig messen wir uns mit anderen. Kein Wunder, denn wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Und schon früh wurde uns beigebracht, was zählt und was nicht. Denn dabei wird vor allem, ein angepasstes Verhalten richtig belohnt.

Während es früher noch Schulnoten waren, Spielzeuge und Freunde oder Cliquen, sind es heute der Beruf, unser Eigentum und die sozialen Kreise, in denen wir verkehren. Dabei stellen wir jedoch nicht nur fest, dass unser Schulkamerad bessere Noten hat oder dass unser Arbeitskollege befördert wurde. Wir hinterfragen, warum das so ist, und vergleichen uns. Das passiert ganz automatisch.

Um den an uns gestellten Ansprüchen durch die Gesellschaft und unser Umfeld gerecht zu werden, erklären wir die Ziele, die uns vorgegeben werden, für unsere Ziele. Selbst wenn sie überhaupt nicht in unser Leben passen, wenn wir uns eigentlich etwas ganz anderes wünschen und selbst wenn wir diese Ziele unbewusst gar nicht erreichen möchten, weil sie uns widerstreben.

Dennoch ist das Verlangen stärker, mit zu den Gewinnern zu gehören und nach Anerkennung sowie Wertschätzung. Und dann fängt unser Unglück an. Denn andere erreichen diese Ziele, wir nicht. Und dann beginnen wir uns zu vergleichen und der Teufelskreis geht los. Denn der Vergleich ist der kürzeste Weg, um unglücklich zu sein. Und wir verfangen uns immer mehr in den Schlingen, die die ständigen Vergleiche erzeugen. Die ziehen uns letztlich in den Abgrund und schwächen unser eigenes Selbstvertrauen immer mehr.

To do:

Nimm dir einmal einen Moment Zeit und gern auch ein Blatt Papier und einen Stift. Schreibe einfach alle Dinge auf, in denen du richtig gut bist. Aber nicht, weil du dafür eine Auszeichnung, ein gutes  Zeugnis oder Ähnliches bekommen hast, sondern nur, weil du es gut kannst und es dir Spaß macht. Vielleicht ist es Kopfrechnen, Spiegeleier braten oder Kakteen züchten. Vielleicht ist es aber auch, Gedichte zu schreiben oder deine eigene Musik zu komponieren. Vielleicht erschaffst du gern Dinge mit deinen Händen und Handwerkeln ist genau deins. Vergiss auch nicht aufzuschreiben, was du selbst an dir schätzt und liebst. Dann wirst du bemerken, dass die Liste immer länger wird.

Und genau das, was auf dieser Liste steht, macht dich zu einem einzigartigen und wundervollen Menschen – du bist unvergleichbar. Deswegen solltest du sie am besten an deinen Badezimmerspiegel oder Kühlschrank hängen, sodass du sie immer wieder kurz durchlesen kannst – vor allem, wenn sich wieder diese Gedanken in deinem Kopf einschleichen, die dich mit einem anderen Menschen vergleichen möchten.

#7 Leistungsdruck loslassen – nimm dir Zeit und sorge für dich

Es ist schick, normal und angesagt, einen vollen Terminkalender zu haben. Denn neben der Arbeit müssen wir uns um gefühlt tausend andere Sachen sorgen. Wir müssen uns um unsere Familie kümmern, was Eltern wohl die meiste Zeit abverlangen wird. Dennoch muss auch noch ein Sport- und Schönheitsprogramm in unseren Wochenplan mit reinpassen.

Und natürlich dürfen auch unsere Freunde und Bekannten nicht zu kurz kommen. Dann sollen unsere Wohnung, unser Haus und Garten immer schön, sauber und ordentlich sein. Und auf unsere Ernährung müssen wir auch noch achten und schieben in unseren ohnehin schon vollen Terminplan noch die Besorgungen von Biogemüse frisch vom Markt oder Biobauern mit rein …

Abends können wir dann nicht einschlafen, weil wir uns schon Gedanken machen, was wir alles am nächsten Tag erledigen müssen. Das sind die Gründe, warum wir immer mehr unter Stress, Erschöpfung und Burnout leiden. Denn es bleibt keine Zeit mehr, einfach ein paar Stunden ein gutes Buch zu lesen (am Stück!), sich in die Sonne zu setzen und seinen Tagträumen nachzugehen oder einfach die Wolken zu zählen. Dabei sind es genau diese „unproduktiven“ Zeiten, die uns als kleiner Urlaub für die Seele jede Menge Kraft und Energie geben.

To do:

Wenn du dir jetzt einmal deinen Terminkalender zur Hand nimmst, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass du keinen Termin finden kannst, der Überschrift trägt „Träumen“, „Buch lesen“ oder „Entspannen bei guter Musik“. Bitte verwechsele nicht, dass das Fernsehen und auch das Internet, egal ob mit dem Smartphone, Tablet oder PC, für dein Sein keine Entspannung sind und dir keine innere Ruhe und Gelassenheit schenken.

Deswegen machst du dir am besten eine kleine Liste mit den Dingen, die du liebst. Und für die es in deinem Alltag einfach keinen Raum gibt. Und dann trage dir in deinem Terminkalender die Termine ein – als regelmäßig Wochentermine. Ups – du findest gar keinen freien Platz mehr? Dann setze Prioritäten und wenn du Familie hast, verteile Aufgaben. Denn diese kleinen Entspannungsinseln geben dir die Kraft, alle anderen Aufgaben leichter und schneller erledigen zu können. Mache es dir zur Gewohnheit, dass du für dich deine persönlichen Termine reservierst – für die Dinge, die dein Leben wertvoll machen und die du verdient hast.

#8 Vergangenheit loslassen – lebe einfach jetzt und hier

Ertappst du dich selbst öfter, dass deine Gedanken in die Vergangenheit reisen und du dich immer wieder fragst: „Was wäre, wenn …“ oder „Hätte ich doch lieber …“ oder „Alles nur wegen …“. Situationen, Menschen und Ereignisse lassen uns einfach nicht los. Und unser Verstand hängt in einer sich immer wiederholenden Gedankenschleife fest. WIR hängen in deiner Vergangenheit fest.

Die Frage, die sich jetzt stellt, ist, warum wühlen wir gedanklich immer wieder in unserer Vergangenheit. Denn vorbei ist vorbei und jetzt können wir es nicht mehr ändern, was damals passierte. Jedoch scheinen uns die Dinge aus unserer Vergangenheit zu belasten. Und sie sind mit intensiven Gefühlen verbunden. Diese Gefühle sind es dann auch, die uns nicht loslassen. Vor allem, wenn es sich um eigene Schuldgefühle oder Schuldzuweisungen handelt.

Denn es spielt für uns keine Rolle, ob wir uns selbst oder anderen die Schuld zuschreiben. Die damit verbundenen Gefühle sind dieselben und sehr schmerzhaft. Schon Louise L. Hay stellte fest, dass die sicherste Art, ein Problem zu behalten, die Schuldzuweisung sei. Und das Fatale dabei ist: Je mehr wir versuchen, unsere Gedanken nicht in die Vergangenheit abschweifen zu lassen, desto öfter und stärker suchen sie uns heim.

To do:

Der wichtigste Schritt ist die Vergebung. Denn wenn du dir oder anderen vergibst, dann löst sich das Schreckensgespenst aus deiner Vergangenheit auf. Dafür nimmst du deine Gedanken einmal genau unter die Lupe. Betrachte noch einmal die Situation und das Ereignis, das dich nicht loslässt. Dann überlege dir, welche unaufgelöste Schuld im Raum steht. Analysiere dies für dich. Und vor allem, wenn du dabei feststellst, dass dich das Erinnern daran sehr schmerzt, nimm dir Zeit. Natürlich kannst du den Schmerz zulassen, aber du musst ihn danach abgeben.

Und das funktioniert, in dem zu verzeihst und vergibst. Dafür bist du gedanklich in der Situation und sprichst deine Vergebung offen und laut aus. Dann kannst du die Situation mit den Beteiligten auf ein Blatt Papier schreiben. Darunter schreibst du, dass du verzeihst und vergibst. Dann kannst du zum Beispiel zu einem Fluss gehen, das Blatt Papier hineinwerfen und währenddessen denkst du leise oder sprichst laut aus, dass du reinem Herzen dieses Vergangene jetzt loslässt.

#9 Menschen loslassen – du entscheidest, mit wem du deine Lebenszeit verbringst

Im Leben müssen wir manchmal schwierige Entscheidungen treffen und dazu gehört auch, Menschen gehen zu lassen, die uns nahestehen. Dabei kann es sich um einen guten Freund, eine gute Freundin oder einen Bekannten handeln. Es kann aber auch unser Partner sein oder ein anderer Mensch, mit dem wir in Verbindung stehen.

Jedoch ist Abschied nehmen schmerzhaft und wir weichen dem aus. Wir lassen es einfach mal, wie es ist, legen uns Argumentationen zurecht, dass es den Umständen geschuldet ist und geben der Verbindung oder Beziehung Zeit. Währenddessen halten wir jedoch diese toxischen Freundschaften oder Beziehung aufrecht, die uns nicht guttun.

Dabei ist das Loslassen von Menschen, die uns ständig kritisieren, ständig unsere Hilfe brauchen, ständig unsere Träume platzen lassen und uns fortwährend herunterziehen wichtig für unsere mentale und körperliche Gesundheit. Und auch wenn der Entschluss, diesen Menschen loszulassen, schwerfällt, er sollte gefasst werden.

Hierzu habe ich in meinem Blogbeitrag „Energievampire – setzte deine eigenen Grenzen“ ausführlich beschrieben, wann und warum es an der Zeit ist, Menschen gehen zu lassen. Auch kann mein Blogartikel „Wenn dein Partner dich aussaugt“ interessant für dich sein. Schau gleich einmal hinein.  

To do:

Beginne ein neues Kapitel in deinem Leben und lasse zu, dass du wächst. Denn nur wenn Altes geht, kann Neues Einzug in dein Leben halten. Dafür nutzt du diese Gelegenheit am besten dafür, um dich auf deine eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Ziele zu fokussieren. Lebe dein eigenes Leben und umgebe dich mit Menschen, die dich wertschätzen, inspirieren und mit vielen neuen Erfahrungen bereichern. Damit stärkst du dein Selbstwertgefühl.

Erlaube dir auch zu trauern, denn jeder Abschied und Verlust macht traurig. Nimm dir Zeit und lasse diese Gefühle zu, statt sie zu verdrängen. Dann wird dir das Loslassen einfacher fallen. Während dieses Weges kann es dir helfen, deine Gedanken in einem Tagebuch aufzuschreiben. Du kannst auch mein kostenloses Dankbarkeitstagebuch nutzen, um dir die schönen Dinge des Lebens wieder bewusst zu machen. Sprich über deine Gefühle mit anderen, denen du vertraust.

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